Sabine Scho & Andreas Töpfer

The Origin of Senses

Darwin gab dem Leben auf Erden den Sinn, dass keine Art nur für sich stehe. Die poetische Intervention „The Origin of Senses“ von Sabine Scho und Andreas Töpfer erkennt sich darin wieder und spürt der Frage nach, wie es für unterschiedliche Organismen ist, sich und ihre Umwelt sinnlich wahrzunehmen und zu erkennen.

Es macht keinen Sinn, einem Gemeinsinn (common sense) zu folgen, wenn man die Sinne unterschiedlicher Arten erforscht. Die Einfallstore der Reize sind so vielfältig und sich dabei oft so ähnlich, wie es die Arten selber sind. Rezeptoren für Licht, Temperatur, Gleichgewicht, Geschmack, Geruch, Geräusche, elektrische Spannung und die Eigenempfindungen wie Lage und Bewegung im Raum, Schmerz und Organtätigkeit mögen von Art zu Art verschieden verteilt und ausgebildet sein, doch lassen immer neue Forschungsergebnisse darauf schließen, dass sie nahezu bei jedem Lebewesen nachgewiesen werden können. Erst jüngst fand man bei Fadenwürmern eine innere Antenne, mit der sie sich am Magnetfeld der Erde ausrichten und ihre Bewegungen koordinieren können.

Im Ausstellungsraum treten die Gedichte von Sabine Scho und die Zeichnungen von Andreas Töpfer in Dialog mit verschiedenen Exponaten. Begleitend zur Intervention erscheint das Magazin „The Origin of Senses“, das im Museumsshop erhältlich ist.

Alle Gedichte können Sie hier anhören!

Wir danken dem Haus für Poesie (Literaturwerkstatt Berlin) für die Produktion des Audioguides (Sprecherinnen: Sabine Scho, Ann Cotton).

Kurator für Literatur: Cord Riechelmann.

Hier geht es zum Begleitprogramm!

Sabine Scho & Andreas Töpfer
© Matthias Holtmann und Andreas Töpfer