Monika Rinck

Die verlorene Welt

Was geschieht, wenn die Dinge in Bewegung geraten und zirkulieren? Welche Geschichten setzen sie dabei in Gang? In ihrer Intervention für das Naturkundemuseum beschäftigt sich die Schriftstellerin Monika Rinck mit dem Verlieren und Finden von Dingen. Dabei spielen Vorgänge der Beseelung und Entseelung eine besondere Rolle.

Monika Rinck weiß, dass zwischen ihr, der Dichterin, und ihren Texten die Arbeit liegt. Eine Arbeit, die ein Chaosgenerator, ein Prisma, eine Verrichtung ebenso ist, wie sie mit Lektüre, Diebstahl, Entfremdung, Gnade und Verstockung zu tun hat.

Das bedeutet nichts Gutes für Unmittelbarkeit und Metaphernhuberei, verspricht aber sehr viel Schönes, Heiteres und auch Gewaltsames für die Objekte und die Rhythmik  ihres Schreibens. Zumal Monika Rinck nicht glaubt, irgendetwas „zu haben“, von dem sie etwas abgeben könnte, beziehungsweise wie es im Titel eines ihrer schönsten Gedichte heißt: „nicht haben: natur“.

Monika Rinck, geboren 1969 in Zweibrücken, hat Religionswissenschaft, Geschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft studiert. 2015 erhielt sie den Kleist-Preis für ihr literarisches Werk. Die Autorin lebt in Berlin.

Gestaltung: Claudia Bachmann
Dramaturg: Christian Filips
Kurator für Literatur: Cord Riechelmann.

Literarische Performance
am Wochenende und an Feiertagen 11 17 Uhr
mit Susanne Bredehöft, Thorsten Heidel und Hermann Heisig.

Begleitpublikation zur Intervention:
Die verlorene Welt

Das Buch enthält die im Rahmen der Intervention entstandene Texte und Zeichnungen von Monika Rinck sowie Bilder verlorener Gegenstände.
Erhältlich im Museumsshop für 12€, ISBN: 978-3-946512-03-5

Veröffentlichungen (Auswahl): Begriffsstudio 1996 – 2001, Edition Sutstein 2001 (fortgeführt unter www.begriffsstudio.de), HELM AUS PHLOX. Zur Theorie des schlechtesten Werkzeugs. Eine kollektive Poetologie. (mit Ann Cotton, Daniel Falb, Hendrik Jackson und Steffen Popp), Merve 2011, Verzückte Distanzen. Gedichte, zu Klampen Verlag 2013 und der Essayband Risiko und Idiotie. Streitschriften, kookbooks Berlin 2016.

Monika Rinck
© Monika Rinck