Elizabeth Price

BERLINWAL

Die Ausgangsmaterialien für die Arbeiten von Elisabeth Price sind gesammelte Artefakte und deren Fundorte. Bei ihrer Recherche nimmt die Künstlerin Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Produktdesign und technische Apparaturen in den Blick. Diese Artefakte, die rhythmisch mit Texten, Bildern und Klängen verknüpft werden, werden technik- und wissenschaftsgeschichtlich verortet und stellen häufig gesellschaftliche Begebenheiten nach.

Im Berliner Museum für Naturkunde begann Price ihre Recherche mit naturkundlichen Objekten, von denen sie einige bei ihren Streifzügen durch die Sammlungen assoziativ miteinander verknüpfte. Aus dieser Erkundung heraus entwickelte Price ihre eigene Erzählung des Werks, die sie innerhalb der Geschichte und der Architektur des Museums verortet. Mit ihrer Installation zielt Price darauf ab, durch ein sinnlich-faszinierendes Spektakel eine Beziehung zwischen der Geschichte der Objekte und den Betrachtern herzustellen.

Ihr Interesse gilt den Prozessen der Aufmerksamkeit, der Arbeit und der Verkörperung. Mit ihrem Einsatz von Artefakten erschafft Price feinjustierte Reibungsflächen zwischen affektiven Modi, die sich als persönliche, intensive Erfahrungen manifestieren.

 

Elisabeth Price (* 1966 in Bradford, Großbritannien) studierte bildende Kunst an der Ruskin School of Fine Art, Oxford, und am Royal College of Arts und promovierte an der University of Leeds. Im Jahr 2012 erhielt sie sowohl den renommierten Turner Prize als auch den Paul Hamlyn Award. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen A RESTORATION (2016) im Ashmolean Museum in Oxford in Zusammenarbeit mit dem Pitt Rivers Museum sowie die kuratierte Ausstellung In a Dream You Saw a Way to Survive and You Were Full of Joy (2016-2017). Price lebt und arbeitet in London.

Kuratorin: Bergit Arends

 

 

Elizabeth Price
© Museum für Naturkunde Berlin, Historische Bild- und Schriftgutsammlungen